#62 Lutz und Christian über das Dschungelcamp & wie man Krisen bewältigt
Shownotes
Uns haben ganz viele liebe Nachrichten aus der Süßi-Community erreicht und dafür möchten wir danke sagen! Wir freuen uns auf viele tolle Folgen gemeinsam mit euch.
Lutz van der Horst und Christian Schulte-Loh sind wieder am Start und nehmen euch mit auf eine Wohlfühl-Zeitreise: von der Schwarzwaldklinik und deutschem Schlager bis zu Paola & Kurt Felix bei „Verstehen Sie Spaß?“ – muss man dabei gewesen sein.
Neben dem gewohnten Nostalgie-Faktor bringen die beiden natürlich auch brandaktuelle Themen mit: das Dschungelcamp und die zugehörige Aftershow im TV in „Die Stunde danach“. Außerdem ringt Lutz mit sich selbst und dem bevorstehenden Karneval. Ernsthafte Themen werden heute ebenso besprochen. In der Kategorie „Schöner Scheitern“ erzählen unsere Hosts wie sie Krisen umgehen. Lutz spricht über Rückzug und Ruhe in schweren Zeiten; Christian darüber, was man in der Trauer über sein Umfeld lernt und auch Schauspielerin Claudia Schmutzler hat ihren eigenen Ansatz.
Wer schon immer wissen wollte, warum wir Menschen gerne negativ denken und was ein Zukunftsforscher so macht, sollte unbedingt diese Folge hören. Und auch unabhängig davon solltet ihr unbedingt einschalten. Viel Spaß!
Euer Lob, eure Kritik und jede Menge neue Fragen nehmen wir unter ufjk@sector3.de entgegen. Ach ja, Abo und 5-Sterne-Bewertung nicht vergessen!
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Transkript anzeigen
00:00:01: Wir sind wieder da!
00:00:02: Ja!
00:00:03: Und wir
00:00:04: haben ganz großartige Themen heute, oder?
00:00:06: Über die wir reden.
00:00:06: Fantastische Themen.
00:00:07: Also was macht einem eigentlich mehr Angst, die Vergangenheit oder die Zukunft?
00:00:10: Solche leichten Themen haben wir heute.
00:00:11: Genau.
00:00:12: Oder ist es so was Vikane, weil was einem tierisch Angst macht?
00:00:15: Und wir reden über die großartige Claudia Schmutzler.
00:00:18: Wer
00:00:18: kennt sie nicht?
00:00:19: Ja,
00:00:20: wir zum Beispiel.
00:00:21: Bleibt dran.
00:00:34: Hallo, da sind wir wieder.
00:00:36: Sag ich auch, hallo.
00:00:39: Ich fände es nett.
00:00:40: Bin ich schlecht, ne?
00:00:41: Ich wusste nicht, ob du in so eine längere Anmoderation reingehst oder einfach nur knackig mich auf vor das mit einem Hallo.
00:00:46: Ja,
00:00:46: wir sind ja noch nicht so eingespielt, weißt du, das ist ja noch, wir sind ja noch Frischlinge.
00:00:50: Ist ja wie bei einer neuen Beziehung.
00:00:51: Genau, wir sind noch in der Honeymoon-Phase, wie man so schön sagt.
00:00:55: Und das heißt, wir verzeihen uns auch noch sehr viel, weil wir liebesblind sind.
00:00:58: Das finde ich gut.
00:00:59: Oder?
00:01:00: Ja, ich seh dich durch eine rosa rote Brille wirklich.
00:01:03: Oh, toll.
00:01:04: Ja, wir haben ja super viele Nachrichten bekommen, ne?
00:01:07: Ilka
00:01:07: ist ja leider nicht mehr dabei.
00:01:09: Dafür bist du jetzt am Start, Christian, worüber ich mich sehr freue.
00:01:12: Und ich mich erst.
00:01:13: Und
00:01:13: ich hatte natürlich so ein bisschen Sorge, dass die Leute jetzt sagen, was will denn der Typ da, um Gottes Willen.
00:01:17: Aber die Leute mögen dich.
00:01:20: Ja, ich bin auch überrascht.
00:01:22: Wirst du überrascht, dass du gemocht wirst?
00:01:23: Ja, total, weil ich kenne Micha.
00:01:26: Die Leute müssen Micha erst noch kennenlernen.
00:01:29: Nein, ich freue mich sehr, das sind sehr, sehr nette Nachrichten gewesen wirklich bisher, also ganz toll.
00:01:33: Ich kann ja mal ein paar vorlesen, oder?
00:01:34: Gerne.
00:01:35: Von den Süßis.
00:01:37: Katrin schreibt sehr schade um Ilka.
00:01:39: Ihr wart ein echtes Dreamteam.
00:01:40: Bin aber sehr happy, dass Lutz weitermacht.
00:01:42: Respekt an Ilka für die Entscheidung.
00:01:44: Selfcare geht vor, sagt sie.
00:01:47: Dann schreibt die Iris.
00:01:50: Ich bin sehr traurig.
00:01:51: Kann das aber sehr gut verstehen.
00:01:53: Wenn es zu viel wird, muss man gut auf sich aufpassen.
00:01:56: Sehr schade, liebe Ilka.
00:01:57: Ich bleibe dabei.
00:01:58: Höre, wie er das jetzt meistert.
00:02:00: Alles Gute.
00:02:01: Und AM schreibt, Schade, dass Ilka aufhört und dann auch noch so plötzlich.
00:02:05: eine Abschiedsfolge wäre toll gewesen.
00:02:07: Aber der Podcast macht mit Christian auch sehr viel Spaß, sehr unterhaltsam und ich werde weiter jede Woche zuhören.
00:02:13: Liebe Grüße.
00:02:15: Richtig nett.
00:02:16: Das reicht, oder?
00:02:17: Ja, sehr, sehr nett.
00:02:18: Ich habe auch persönliche Nachrichten bekommen.
00:02:20: Und dann haben wir gesehen, was die Leute bei Spotify schreiben und so.
00:02:22: Deswegen ganz lieben Dank.
00:02:23: Und das ist natürlich schön, weil wir ja so ins Lehre senden.
00:02:27: Man schickt das ja raus und weiß nicht, wie es ankommt.
00:02:29: Und dann ist es einfach richtig nett, solche freundlichen und sehr, sehr mutmachenden und spaßmachenden Nachrichten zu bekommen.
00:02:37: Also vielen Dank an die gesamte Gemeinde.
00:02:41: An die Süß-Sie.
00:02:42: Sind das jetzt immer noch die Süß-Sie-Christian eigentlich?
00:02:44: Oder müssen wir die jetzt umbenennen?
00:02:45: Nee.
00:02:46: Ich weiß es nicht.
00:02:47: Das können wir ja auch mal fragen, was unsere Hörerschaft davon hält, wenn ich auf den Zug aufspringe, auf den Süß-Sie-Zug.
00:02:52: Ich find's total nett, Süß-Sie zu sagen.
00:02:54: Aber ich kann mir das jetzt erhauen.
00:02:56: Einfach mal muss ich diesen Titel ja wahrscheinlich auch verdienen, oder?
00:02:58: Man muss ausreichend süß sein auch.
00:03:00: Ja,
00:03:00: weiß ich nicht.
00:03:02: Ich bin aber lieber süß als cool.
00:03:04: Ja,
00:03:04: ich auch, auf jeden Fall.
00:03:05: Ich hab mich auch so als Kind und Jugendlicher und so immer mehr gefreut, wenn Mädchen gesagt haben, guck mal, der ist aber süß.
00:03:11: Fand ich besser als zu sagen, der ist cool.
00:03:13: Weil du nicht cool warst, Christian.
00:03:14: Ich war nie cool, und das wär auch unglaubwürdig gewesen, sich das einzureden.
00:03:18: Du warst aber auch nie cool, oder?
00:03:19: Nee, überhaupt nicht.
00:03:20: Ich hab ja, ich weiß nicht, ob du's gesehen hast, vor zwei Wochen auf meinem Instagram-Kanal gepostet, dass ich bei der Schwarzwald-Klinik war.
00:03:27: Hast du das gesehen?
00:03:27: Ja, hab ich
00:03:28: gesehen, ja klar.
00:03:29: Deine Lieblingsserie hast du geschrieben, weil das früher ...
00:03:31: Wie uncool kann man sein, oder?
00:03:33: Also jetzt mal ehrlich.
00:03:33: Total,
00:03:34: total.
00:03:35: Ja, ich fand das auch super.
00:03:36: Aber ich fand zum Beispiel, muss ich sagen, bei der Schwarzwald-Klinik, das ist ja wirklich lange her, aber ich erinnere mich daran, dass ich tatsächlich diesen Sascha hin, wie hieß der da noch mal in der Serie?
00:03:45: Udo.
00:03:46: Udo.
00:03:47: Dass ich den trotzdem irgendwie, das fand ich irgendwie lässig, wie der da mit seinem Pullunder ins Cabrio gesprungen ist.
00:03:52: Heute würde man sagen, was für ein Lackaffe, ne?
00:03:54: Aber damals war es irgendwie, ich fand das irgendwie cool.
00:03:57: Aber ich war weit davon entfernt, so zu sein.
00:03:59: Ich hab mich dann eher mit den netten Leuten, Pfleger, Misha und so identifiziert.
00:04:03: Also nett und süß will man eher sein als cool, also ich zumindest.
00:04:07: Ja, ja.
00:04:08: Ist ja auch langweilig cool sein, weil cool heißt ja auch immer, dass man eben kühl ist und eben auch gewisserweise abweisend und wenig emotional, ne?
00:04:16: Genau.
00:04:16: Ich
00:04:17: find das auch gar nicht so spannend.
00:04:18: Und ich glaub, coolness kann man sich kaufen, ne?
00:04:20: Man kann ins Geschäft gehen und sich eine Lederjacke kaufen.
00:04:23: Und eine Sonne.
00:04:24: Und dann noch eine Packung kippen oder so.
00:04:26: Aber man kann sich Nettigkeit und Süßigkeit oder Süßhaftigkeit, kann man sich nicht kaufen.
00:04:31: Nein, sind wir einfach.
00:04:32: Wir sind's einfach.
00:04:33: Das kommt von innen, genau.
00:04:34: Ja.
00:04:35: Coolness ist außen.
00:04:36: Süßigkeit und Nettigkeit sind innen.
00:04:39: Und so sind wir eben, das kommt von innen.
00:04:43: Und alle süß ist auch, so, jetzt hab ich's gesagt.
00:04:45: Hast du das Schwarzwald-Klinik geguckt?
00:04:46: damals dann auch?
00:04:48: Ich hab das geguckt, ich hab alles geguckt, was meine Mutter geguckt hat.
00:04:50: Wir hatten ja auch nur einen Fernseher.
00:04:51: Oh, das
00:04:51: ist ja noch unkuhler.
00:04:53: Du hast alles geguckt, was deine Mutter geguckt hat.
00:04:55: Ja, na klar.
00:04:56: Und ich habe auch Dallas und Denver Klan und den ganzen Kram, diese Drombusch.
00:05:01: Tolle Serie.
00:05:02: Ja, toll.
00:05:03: Und ich sag dir, mein Favorit ... aller Zeiten, wenn ich mich zurück erinnere, war die Serie Ich heirate eine Familie.
00:05:10: So, und weißt du, was ich mir gekauft habe letzte Woche?
00:05:13: Sag jetzt nicht die Sammelbox, DVD-Sammelbox von Ich heirate eine Familie.
00:05:16: Ja, doch.
00:05:17: Wahnsinn.
00:05:18: Die ist vergriffen und ich hab da hundertzwanzig Euro für bezahlt.
00:05:21: Ist
00:05:21: ein Schnäppchen, ich hätte noch mehr bezahlt.
00:05:23: Weil ich,
00:05:24: die gibts aber jetzt nicht mehr.
00:05:26: So, das war die letzte Originalverpackte.
00:05:28: Und ich hatte die einzelnen DVDs hier und dachte, ich will die jetzt haben.
00:05:31: Komm, ich will die jetzt kaufen.
00:05:33: Und da ist noch der Soundtrack bei, da ist das Buch bei, da sind zwei Bonus-DVDs bei, ein Kühlschrank Magnet.
00:05:39: Ist das toll?
00:05:40: Fantastisch.
00:05:41: Und ich weiß noch dieser Vorspann, dass da Sonntags, ich weiß nicht mehr, wer von denen mit frischen Brötchen nach Hause und der Hund empfängt, dieses absolute Idyll, das war, da hab ich mich nachgesehen, das war super.
00:05:53: Ich hab das geguckt und hab gedacht, ich bin jetzt auch bei denen in der Familie, toll, die nehmen mich auch noch mit, super.
00:05:58: Krass, genau, das war bei mir auch so tatsächlich.
00:06:01: Ich wollte
00:06:01: auch Teil dieser Familie sein.
00:06:03: Ja.
00:06:05: Dieses Idyll war irgendwie so toll.
00:06:06: Ein Freund von mir ist Biker, Motorradfahrer.
00:06:09: Und immer, wenn der mit seinen Kumpels, das sind eben so Lederjagden-Typen, die sind jetzt nicht so äußerlich, nicht so weich, aber innerlich.
00:06:17: Wenn die irgendwo hinfahren und es ist richtig schön, dann haben die so eine Maßeinheit, die die verwenden dafür.
00:06:23: Das hat der Stein im Kumpel erzählt, der meinte, guck dir mal diese Landschaft an, das sind mindestens neun Idyll.
00:06:29: Und das ist eben diese Idyll-Skala.
00:06:33: die einfach besagt, wie idyllisch es gerade ist.
00:06:34: Und für mich war, ich heirate eine Familie, immer zehn Idyll.
00:06:39: Ja, zehn Idyll.
00:06:40: Also ich wüsste nichts, wo ich mich wohler fühlen würde als bei dieser Serie und in dieser Familie.
00:06:44: Könnte ich dir nicht sagen.
00:06:45: Schwarzer Klinik, nur neun Idyll zum Beispiel.
00:06:47: Weil ja auch immer Patienten da waren, das macht ja direkt das Idyll kaputt.
00:06:51: Ja, und viele sterben ja auch in der Serie.
00:06:53: Der alte minus ein Idyll.
00:06:58: Hab ich mir auch den Soundtrack, hast du's auch gesehen bei Instagram?
00:07:00: Nee, das
00:07:01: hab ich nicht
00:07:02: gesehen.
00:07:03: Wahnsinn.
00:07:03: Ja, die Musik war super von der Alte.
00:07:05: Ja.
00:07:06: Total super.
00:07:07: Der Alte war gut.
00:07:08: Und es lief ja immer, man, darauf war Verlass im Fernsehen, jeden Tag so was, was ich, neunzehn Uhr oder so, lief ja immer irgendwie eine von diesen Serien.
00:07:15: Das war schon gut.
00:07:16: Ja, diese Verlässlichkeit hatte auch was für sich, muss man sagen.
00:07:19: Total.
00:07:20: Ich hab ja eh gerade so eine ganz komische Eskapismusphase.
00:07:24: Also ich gucke jetzt zum Beispiel auch bei YouTube immer abends alte Verstehen Sie Spaßfolgen mit Paola und Kurt Felix.
00:07:30: Super.
00:07:32: Ist das super?
00:07:33: Super.
00:07:34: Das war halt an Spießigkeit auch nicht zu überbieten, die beiden.
00:07:37: Aber das war auch toll.
00:07:38: Damals waren diese Pranks, wie man heutzutage sagt, diese Streiche.
00:07:43: Die Streiche waren ja damals so schön harmlos, das war irgendwie nett.
00:07:46: Und dann wurden die, die mussten natürlich wie alles, wie bei Wetten das auch, dann mussten die Wetten halt extremer werden.
00:07:52: Und diese harmlosen Wetten waren ja bei Wetten das auch die Schönsten.
00:07:55: Dass man sagt, irgendwie was weiß ich, da wettet jemand, dass er einem Geräusch eine Modelleisenbahn erkennt und so.
00:08:00: Und dann gibt's da vierzig verschiedene Lokomotiven und das war erweltklasse.
00:08:04: Und da musste keiner sein Leben riskieren, sondern einfach nur ... Man wusste, diese Person verbringt mehr Zeit im eigenen Keller als auf der Arbeit.
00:08:11: So was ist doch super.
00:08:12: Absolut.
00:08:14: Aber gibt es das überhaupt noch, frag ich mich gerade?
00:08:16: dieses klassische Wohlfühlfernsehen, das jetzt ZDF war ja Meister mit seinen Familienserien, du hast ja einige aufgezählt oder auch mit Wetten das mit diesen tollen Shows.
00:08:24: Gibt es das noch?
00:08:26: Ich weiß es nicht, aber hast du nicht auch das Gefühl, jetzt, wo die Weltlage wieder so wahnsinnig ist?
00:08:30: Wir brauchen sie!
00:08:32: Genau, dass man sich da eben hinflüchten will.
00:08:34: So wie nach dem elften September hat man doch irgendwie dann festgestellt, dass nach Nine Eleven waren plötzlich wieder Western angesagt und Heimatfilme.
00:08:42: Und alles war unpolitisch und Weltflucht und zehn auf der Idyll-Skala.
00:08:47: Lockernde zehn.
00:08:49: Und jetzt sind wir wieder an dem Punkt.
00:08:51: Lass uns das doch einfach mal einfordern.
00:08:52: Wir brauchen wieder idyllischeres Fernsehen und Filme, oder?
00:08:56: Ja, total, natürlich.
00:08:58: Du hast recht, deswegen flüchte ich da wahrscheinlich hin gerade, weil die Weltlage so unüberschaubar ist und alles ist nur schrecklich.
00:09:05: Und dann bin ich wieder in den Achzigern, bin wieder ein Kind und alles war gut und ich bin wohl behütet.
00:09:11: Und sehe Paola, diese warmherzige Frau und alles ist irgendwie schön.
00:09:16: Total.
00:09:17: Und das war ja auch so richtig witzig, waren die nicht?
00:09:19: Die waren einfach nett, Paola und Kurt Felix.
00:09:22: Witzig waren die nicht.
00:09:23: Nee.
00:09:25: Unfassbar sympathisch, aber unfassbar sympathisch.
00:09:28: Total sympathisch, genau.
00:09:29: Das ist ja auch die Regel beim Fernsehen, sagt man, dass man in erster Linie sympathisch rüberkommen sollte.
00:09:35: Ja, finde ich schon.
00:09:36: Und erst dann, vielleicht lustig oder was weiß ich, für wenn man da eingeladen wird.
00:09:41: Du bist ja beim Dschungeltalk, hab ich gesehen.
00:09:43: Oh ja, guckst du das eigentlich, Dschungeltalk?
00:09:44: Nee, ich guck das nicht.
00:09:45: Ich hab aber durchgesäbt auf der Suche nach, ich heirate eine Familie, bin ich bei euch hängen geblieben.
00:09:53: Aber auch Eskapismus, auch da ist es ja eine Weltflucht, dass man sagt so, man verabschiedet sich jetzt in den Dschungel und man ist da so in seinem eigenen Kosmos und Stunde danach ist einfach nur, das macht mir einfach wahnsinnig viel Spaß, weil man da einfach, ja, da haut man es einfach raus und es ist auch so ein bisschen Anarchie, da geht es dann auch mal hoch her, das ist einfach schön, das ist mal einfach Spaß.
00:10:14: Das merkt man dir auch an, dass du da richtig Spaß hast an der Sache.
00:10:17: Oder?
00:10:17: Ja, super.
00:10:18: Ich mag ja diese Tiere nicht so, diese ganzen Insekten.
00:10:21: Ich bin nicht so der Camper.
00:10:22: Alles, was so krabbelt und so ist nicht so meins.
00:10:25: Ich find's schade, dass die das Format nicht die Sendung mit der Laus genannt haben.
00:10:28: Das ist ne fatale Chance.
00:10:30: Oh
00:10:30: Gott.
00:10:30: Ich
00:10:32: glaub, hätten Paola und Kurt Felix die benannt, würde die so heißen.
00:10:35: Absolut.
00:10:36: Nee, aber Jungle Camp ist ... Ach, das ist vielleicht auch lustig.
00:10:40: Beim ersten Job nach dem Studium vor Ewigkeiten, vor zwanzig Jahren, hab ich bei der Granada Film- und Fernsehproduktion ... drei Monate gearbeitet in Köln.
00:10:49: Und in der Zeit wurde die erste Staffel Dschungelcamp von der Granada Film- und Fernsehproduktion produziert.
00:10:54: Und da war ich zu der Zeit als Redakteur beschäftigt, kurzfristig.
00:10:58: Ach krass!
00:10:59: Ja, und dann wurde das ein Riesenerfolg, als Costa Cordales gewonnen hat.
00:11:03: Und dann sind alle durchgedreht, weil plötzlich dieser Erfolg so riesig war.
00:11:07: Es gab Champagner schon mittags und hab gedacht, boah, Fernsehen ist ein guter Job.
00:11:12: Ein Trugschluss,
00:11:13: wie sie später herausstellen sollte.
00:11:14: Aber interessant, die erste Staffel, ich war ja direkt Fan, hab da ja noch bei TV total gearbeitet als Autor, fand es von Anfang an super.
00:11:21: Und interessant war, es gab ja praktisch keine Werbeblöcke, ne?
00:11:24: Genau.
00:11:24: Und wenn es welche gab, waren dann nur, es waren immer nur Autowerbungen.
00:11:28: oder K-Glas, das weiß ich noch.
00:11:30: Und es war verrückt, weil keiner wollte Werbung schalten, weil das so verpönt war und so einen schlechten Ruf hatte damals bei der ersten Staffel.
00:11:36: Das hat sich ja massiv geändert,
00:11:38: ne?
00:11:38: Jetzt macht McDonalds Werbung nach so einer Ekelprüfung.
00:11:41: Es ist sehr absurd, wie sich das verändert.
00:11:43: Ja, ja, Wahnsinn, Wahnsinn.
00:11:44: Und die wussten, dass das Magische an der ersten Staffel, Dschungelcamp, war ja so ein bisschen wie bei Big Brother bei der ersten Staffel, dass die Leute, die drin waren, gar nicht wussten, was draußen abkommt und dass das so ein Riesenerfolg ist.
00:11:55: Und bei Big Brother war es ja auch der... Wahnsinn, dass man, die saßen da drin und haben gedacht, da machen wir da halt mal mit.
00:12:01: Und draußen sind die Leute ja durchgedreht.
00:12:03: Die waren ja, die sind da hingefahren, da standen draußen ja Tausende von Leuten und wollten die endlich sehen, als die rauskamen.
00:12:08: Wahnsinn.
00:12:08: Ich
00:12:08: weiß noch diese Folge, wie das passiert ist.
00:12:10: Und sie kamen aus dem Container raus über so eine Brücke, glaube ich, und es war Feuerwerk.
00:12:15: Und genau, da standen diese Massen und die konnten, haben den zugegeben und die konnten, die Bewohner konnten es natürlich gar nicht fassen.
00:12:20: Was ist denn da passiert draußen in der Zeit?
00:12:23: Ja, das waren Bilder wie bei der Maueröffnung, also die helle Wahnsinn.
00:12:26: Absolut.
00:12:27: Absolut, ja.
00:12:29: Aber das ist, also du sagst, das ist auch Eskapismus, wenn man da so eine Dschungel-Show guckt, weil man dann weg ist von der Tagesaktuellen.
00:12:36: Deswegen vielleicht stört aber so einer wie dieser Gil Ofarim so ein bisschen, weil da kommen ja die Nachrichten dann wieder rein, oder?
00:12:41: Das stimmt, das stimmt.
00:12:43: Ich glaube ja mittlerweile wieder, ich hab mir so einen kleinen Schützdom, weil ich ja, Arielle, weil ich ja gesagt habe, sehr abgrundtief böse.
00:12:54: Was natürlich nicht stimmt, sie ist auch abgrund die dumm.
00:12:57: Ich kann nicht mitreden.
00:12:59: Lutz, ich kann nicht mitreden.
00:13:00: Ich muss dann einfach dir jetzt glauben.
00:13:01: Ja, ja.
00:13:02: Ich guck's ja leider nicht.
00:13:03: Ach so, das stimmt.
00:13:04: Also, warum ist die dumm, wie äußert sich das, erklär's jemanden, der es noch nicht gesehen hat?
00:13:08: Oh, nee, da kommen damit fangen wir jetzt nicht an.
00:13:10: Okay, gut.
00:13:12: Na doch, das kann ich dir in einem Satz eigentlich sagen, in der letzten Folge, vorletzten Folge hat sie behauptet, die Erde sei eine Scheibe und das war ihr Ernst.
00:13:20: Ja.
00:13:20: Und dann hatten wir in der Stunde danach ein Interview mit ihrem Bruder und wollten mal fragen, hat sie das jetzt nur gemacht, weil sie mal wieder die Leute provozieren wollte, was dachte ich wahrscheinlicher ist?
00:13:32: Und ihr Bruder meinte eben nein, so sei sie und dann hatte eben Angie ihn drauf angesprochen.
00:13:38: Was denkst du denn?
00:13:39: Als Gagso ist die Erde eine Scheibe?
00:13:41: und er überlegt kurz und sagt, ja, also wenn ich mich jetzt festlegen müsste, würde ich sagen eher eine Scheibe.
00:13:47: Ja, aber da sieht man doch, dass die verwandt sind, das ist doch auch schön.
00:13:50: Bildung über TikTok, sie hat das über TikTok erfahren.
00:13:52: Das ist schon echt hart, finde ich.
00:13:54: Ja, also das ist, das ist, aber irgendwie hat sie dann zumindest, ist sie dann einzuordnen.
00:13:58: Wenn einem sowas jemand am Anfang des Gesprächs sagt, weiß man ja schon eigentlich später, was man zu erwarten hat.
00:14:04: Ich finde das eigentlich gut, wenn Leute relativ schnell solche Sachen behaupten.
00:14:09: Dann kann man sich bestimmte Themen auch sparen, warum nicht?
00:14:11: Absolut.
00:14:12: Und
00:14:12: irgendwie ist es auch schön, also Kinder glauben ja auch manche Sachen, die dann ... Man muss ja später erst mal lernen, dass das anders ist.
00:14:17: Und das hat ja vielleicht auch was Kindlich-Naiwes.
00:14:19: Kann ja auch niedlich sein, oder?
00:14:21: Ja, sie ist aber einfach sehr aggressiv, muss man sagen.
00:14:23: Also sie ist wirklich gar nicht niedlich.
00:14:25: Okay.
00:14:25: Aber bei
00:14:26: Kindern wäre es jetzt süß.
00:14:27: Bist du für ein Social-Media-Verbot für untersechzehnjährige?
00:14:30: Wird ihr jetzt auch in Frankreich diskutiert?
00:14:32: Ich bin eigentlich für ein Social-Media-Verbot für uns
00:14:36: alle.
00:14:36: Das wäre
00:14:37: wirklich am besten, das wäre wirklich am besten.
00:14:40: Eigentlich wäre es auch nicht schlecht, wenn die über sechzehnjährigen raus sind.
00:14:42: Stell mal vor, du darfst nur bis sechzehn.
00:14:44: Und dann sollen die Kinder ein bisschen sich da austoben.
00:14:47: Und dann ist halt Schluss.
00:14:48: Interessantes Konzept.
00:14:50: Ja, weil es bringt ja richtig so viel Unheil an, glaub ich, Social Media.
00:14:53: Es ist theoretisch eine tolle Idee.
00:14:55: Also wie vielleicht auch irgendwie Alkohol und andere Dinge.
00:14:58: Und es richtet einfach einfach Unheil an.
00:15:00: Das heißt, man ist ein bisschen ausgeartet, glaub ich.
00:15:04: Ich hab übrigens noch eine Anschlussfrage zu der Erde, die eine Scheibe sein soll.
00:15:06: Ja,
00:15:07: gerne, frag.
00:15:08: hatte man die Gelegenheit, vielleicht dann auch diese Frau zu fragen oder den Bruder.
00:15:11: Wo ist denn denn der Mittelpunkt?
00:15:13: Also sind wir der Mittelpunkt der Scheibe?
00:15:15: Oder sind wir am Rand?
00:15:17: Also sie hält sich auf jeden Fall für den Mittelpunkt der Scheibe, das kann man klar sagen.
00:15:21: Aber das wäre interessant.
00:15:23: Ich glaube, jeder, der an die Scheibentheorie glaubt, hält sich für den Mittelpunkt der Scheibe.
00:15:26: Das ist das Problem.
00:15:27: Ja,
00:15:28: das ist das Problem.
00:15:29: Deswegen ergibt nur die Kugeln Sinn.
00:15:31: Wäre schon spannend, wenn es eine Scheibe wäre, weil dann fällt man ja wirklich irgendwo auch runter.
00:15:36: Genau, und es ist am Rand schöner oder in der Mitte.
00:15:40: Okay, das wird noch mal eine Sonderfolge.
00:15:41: Ja, ja,
00:15:42: absolut.
00:15:43: Wir müssen eigentlich auch mal, unser Konzept, also die Sendung hat ja ein Konzept, wir müssen mal jetzt eigentlich zu unseren Fragen kommen.
00:15:48: Auf jeden Fall.
00:15:49: Aber eine Sache muss ich noch loswerden.
00:15:51: Ja.
00:15:53: Ich hab Angst vor Karneval, tatsächlich.
00:15:55: Bald ist Karneval.
00:15:56: Ja.
00:15:57: Und vielleicht hast du eine Idee, was ich tun soll.
00:15:58: Also Weiberfastnacht in Köln finde ich toll.
00:16:01: Gehe ich hier in Ehrenfeld raus und wir mit vielen Freunden und wir trinken und haben Spaß.
00:16:07: Und dann ist für mich Karneval eigentlich vorbei.
00:16:09: Problem ist, es geht aber in Köln ja noch eine Woche.
00:16:11: Ja.
00:16:12: Und ich weiß nicht, wie ich das rum.
00:16:13: Was mache ich denn da?
00:16:15: Also es ist ja, ich glaube, ich bin ja kein Kölner.
00:16:17: Es ist ja, glaube ich, relativ leicht, wenn man so von außen betrachtet, da eine Lösung zu finden, weil das ist ja regional begrenzt, Karneval.
00:16:26: Das ist ja so ein bisschen wie Silvester, wenn man einen die Böllerei stört.
00:16:28: Also ich mich nervt zum Beispiel die Böllerei, weil ich immer so geräuschempfindlich bin.
00:16:32: Und dann bin ich die letzten Jahre jetzt immer nach Frankreich gefahren über Silvester und da wird nämlich nicht geböllert.
00:16:38: Und dann hat man da, da passiert auch, da gibt es auch keine Partys und da ist ein bisschen langweilig an Silvester, also zumindest in Südfrankreich.
00:16:44: Aber dadurch ist es halt ruhig und keine Böllerei.
00:16:47: Und so ist es beim Karneval.
00:16:48: ja, glaube ich auch, man kann einfach, dann müsste man einfach eine Woche flüchten.
00:16:52: Oh Gott.
00:16:53: Kann man das?
00:16:53: Aber
00:16:54: wohin,
00:16:54: das Wetter ist doch überall Scheiße auch gerade, oder?
00:16:56: Da muss man ja richtig weit weg.
00:16:58: Ja, und nicht nach Rio, weil da wird auch keine Wahl gefeiert, deswegen darfst du nicht machen.
00:17:02: Ich hab tatsächlich mal überlegt, über Karneval auf die Kanaren zu fahren und hätte das fast gebucht und dann stellte sich heraus, dass da, wo ich hin wollte, eine riesig Karneval gefeiert
00:17:14: hat.
00:17:14: Wahnsinn.
00:17:14: Das wäre aber eine Überraschung gewesen.
00:17:16: Ich glaube, es war, nee, es war nicht Karrenkanarier, war es, wo hatte Ventura oder ich weiß es nicht mehr, aber irgendwie, das wäre aber eine schöne Überraschung gewesen.
00:17:22: Wie lustig.
00:17:23: Wie lustig.
00:17:24: Kommst da
00:17:24: an.
00:17:25: Ja.
00:17:25: Und was ist denn mit hier am Ballermann?
00:17:28: Da gibt's doch diese großen Party-Diskurs.
00:17:30: Wie heißen die nochmal hier?
00:17:31: Oberbayern und
00:17:33: ihr König?
00:17:34: Ryo Pellis, wo ich ja schon aufgetreten bin.
00:17:36: Ja, ja, genau.
00:17:37: Ja, stimmt, genau.
00:17:38: Aber wenn man da jetzt hinfährt über Karneval, dann sind doch diese ganzen Schlager- und Partiesängerinnen, die sind doch bestimmt jetzt in Köln oder nicht?
00:17:44: Nein, das musst du unterscheiden.
00:17:45: Ey, Freundchen,
00:17:47: jetzt aber.
00:17:48: Jetzt kommt die Bissigkeit.
00:17:49: Kölner
00:17:49: Karneval.
00:17:50: Ist ja jetzt hier nicht so ein Assi-Malle.
00:17:53: Es wird schon leider immer Assiga, muss man leider sagen.
00:17:56: Aber das ist schon nochmal ein Unterschied.
00:17:57: Also, da gibt es Traditionsbands hier, Mensch.
00:18:00: Das ist doch,
00:18:02: da
00:18:02: tritt doch nicht Jürgen von Big Brother auf.
00:18:04: Also nach den letzten drei Sätzen, die du jetzt gesagt hast, Lutz, habe ich das Gefühl, du bist doch gerne in Köln zu Karneval, weil du es so verteidigst.
00:18:12: Oh Gott, oder ich zieh's nochmal durch.
00:18:14: Na ja, ich hab ja noch ein paar Tage Zeit.
00:18:17: Wann geht's los?
00:18:18: An welchem Tag?
00:18:19: Donnerstag am zwölften ist Weiberfastnacht.
00:18:23: Da geht es los und dann zieht sich das bis Aschermittwoch.
00:18:29: Also es ist dann wirklich fast eine Woche, Wahnsinn.
00:18:32: Ja, absolut.
00:18:32: Also mein Ratschlag raus aus Köln, Fahrnachtdüsseldorf.
00:18:39: Wo auch gerade mal gefeiert wird.
00:18:40: Nur schlechter.
00:18:41: Na ja, gut,
00:18:42: okay.
00:18:42: Oder je nach Perspektive.
00:18:44: So, wir haben drei Robriken wieder heute, aus denen wir uns eine Frage heraus suchen können.
00:18:51: Das Konzept der Sendung, willst du es erklären?
00:18:53: Ja, gerne.
00:18:54: Also wir haben drei kategorien.
00:18:56: jeweils suchen uns eine raus.
00:18:58: wir wissen nicht was dahinter steckt ist also so ein bisschen rätselraten und dahinter stecken aber dann jeweils fragen die prominenten gestellt wurden meistens so irgendwelchen super stars und diese frage weil sie uns nicht gestellt wurde beantworten wir dann genau und danach kriegen wir die auflösung wem die eigentlich gestellt wurde genau und wer was die person gesagt hat.
00:19:17: Das hast du sehr gut zusammengefasst.
00:19:19: Das kannst du ab jetzt immer machen.
00:19:21: Haben wir aufgezeichnet.
00:19:22: Ich habe
00:19:23: es jetzt ein Jahr lang gemacht.
00:19:27: Und diese Rubriken heute heißen guter Ton.
00:19:30: Mensch, Mensch, Mensch und schöner Scheitern.
00:19:35: Das sind ganz, also ich finde ganz tolle Rubriken heute.
00:19:40: Hast du eine Präferenz?
00:19:42: Ich finde, schöner Scheitern klingt sehr schön.
00:19:44: Das könnte auch ein Buch sein oder ein Film.
00:19:47: Ja, das klingt wie nach einer französischen Komödie.
00:19:49: Und es ist natürlich, also Humor basiert ja auf Scheitern.
00:19:52: Ja.
00:19:53: Deswegen, da sind wir, glaube ich, zu Hause in der Kategorie.
00:19:55: Ja,
00:19:55: komm, ich find schöner Scheitern ist unser Ding.
00:19:57: Ja.
00:19:58: Nehmen
00:19:58: wir.
00:19:58: Auf jeden Fall.
00:19:59: Die
00:19:59: erste?
00:19:59: Sollen wir die erste, die zweite oder die dritte?
00:20:02: Die zweite, das ist meine Glückszahl.
00:20:04: Okay.
00:20:04: Schöner Scheitern, zweite Frage, bitte.
00:20:07: Du brauchst unbedingt eine Game Show, das ist so super.
00:20:10: Schöner Scheitern für dreihundert.
00:20:14: Wie gehen Sie mit Krisen im Leben um?
00:20:16: Ja, relativ offene Frage, muss man sagen.
00:20:21: Da muss man Krisen definieren und umgehen.
00:20:24: Wenn man sich auf den Boden wirft und schreit, ist das auch ein Umgang mit der Krise.
00:20:31: Meint man mit Krisen eher, ich hab mich ausgesperrt zu Hause?
00:20:35: Oder mir wurde die Kreditkarte gehackt?
00:20:37: oder ich wurde verlassen.
00:20:39: Also
00:20:39: ich hätte jetzt gedacht, so eine Lebenskrise wirklich, hätte ich jetzt gedacht.
00:20:43: Also ich habe ja, um mal auf ein ernsteres Thema zu kommen, vor zwei Jahren ist ja mein Vater gestorben und da habe ich, also mir hilft das, wenn ich mich dann wirklich in mich zurückziehe und dann wirklich Zeit für mich habe und es ist alles ruhig und ich auch keine Alkoholtrinke zum Beispiel, weil wir wissen ja, das macht es natürlich nur noch schlimmer.
00:21:05: Ja.
00:21:06: und dann auch wirklich auch Jobangebote abzulehnen und zu sagen, nee, ich muss jetzt bei mir sein.
00:21:12: Und das fand ich auch angenehm und das hat mir auch geholfen.
00:21:17: Aber hast du dann Bezugspersonen gehabt, enge Freunde, mit denen du dich viel ausgetauscht hast oder brauchtest du vor allem die Zeit für dich?
00:21:24: Ich brauchte wirklich die Zeit für mich.
00:21:26: Ich fand dich auch interessant, aber dass ... so wenig Leute wie möglich um mich rum,
00:21:32: ja.
00:21:32: Interessant.
00:21:34: Bei mir ist es so, dass ich in so einer großen Krise, also ich hab meine Mutter auch relativ früh verloren und hab generell natürlich auch sonst, wie jeder Mensch, alle, die zuhören, werden große Krisen erlebt haben oder vielleicht grad drinstecken, kann ja auch die eigene Gesundheit sein oder vielleicht auch eine Trennung oder so was, oder einen Unfall.
00:21:51: Und mir ist klar geworden erst durch die größeren Krisen, dass eine Freundschaft vor allem darüber definiert wird, bei wem man sich selber melden möchte und wer in dem Moment sich bei einem meldet und an einen denkt.
00:22:02: Das machen ja gut, wenn es gut läuft.
00:22:04: Mehrere Leute oft und viele und ist ja auch wirklich extrem nett und lieb und hilfreich.
00:22:08: Aber wen möchte man selbst anrufen?
00:22:11: Nach wem verlangt es einem gerade und mit wem möchte man unbedingt sich austauschen und dessen Stimme hören oder deren Stimme hören?
00:22:17: Und da habe ich gemerkt, das sind für mich dann irgendwie so die Ängstenverbindungen.
00:22:22: Die Person deren Kontakt man sucht in der Krise und und das deswegen sind glaube ich Krisen, dann man braucht ja ein bisschen Abstand und die müssen ja auch irgendwie erst mal ausge ausgelebt werden und verarbeitet werden und so weiter, wenn das überhaupt geht.
00:22:34: Ich glaube, dass man danach dann wieder in der Selbstentwicklung und so einen Schritt weiter ist, weil man seinen Umfeld besser verstanden hat sich selbst seine Position im Umfeld.
00:22:44: Was will man eigentlich vom Leben und so?
00:22:46: und deswegen ist glaube ich der Umgang mit Krisen.
00:22:48: Wenn man es vom Ende her denkt, immer auch ein Lernprozess, finde ich.
00:22:52: Absolut,
00:22:53: ja, total.
00:22:54: Ja.
00:22:55: Aber interessant, diese totale Einsamkeit, die tut mir dann oft in dem Fall nicht gut.
00:22:58: Also, wenn du sagst, du brauchst, musst du es den Rückzug haben.
00:23:01: Ich brauche den zwischendurch auch, aber generell ist es dann so, wenn es mir eh schon schlecht geht, brauche ich auch echt den Austausch.
00:23:09: Wobei das wahrscheinlich auch von der von der Art der Krise abhängt.
00:23:13: Also Trauer ist ja noch mal was anderes als Liebeskummer zum Beispiel.
00:23:16: Also wenn ich Liebeskummer hatte, bin ich auch jemand, der hat alle um mich rum genervt.
00:23:20: Also wirklich schrecklich
00:23:21: zugeladen.
00:23:22: Aber wenn du eine schlechte Nachricht bekommst, sagen wir, du bist unterwegs und machst einen Spaziergang oder bist einkaufen und kriegst einen Anruf oder eine Nachricht und das ist eine schlechte Nachricht.
00:23:30: Das muss gar nichts Dramatisches sein, aber das ist für dich eine schlechte Nachricht.
00:23:34: Was machst du dann als allererste?
00:23:35: Das Verrückte ist ja, dass ich... erst mal total ruhig bin, also auch als ich vom Tod meines Vaters erfahren hab, was ja eine schreckliche, maximal schreckliche Nachricht ist, war ich total ruhig.
00:23:47: Also es hat mich gar nicht geschockt und das ist auch seltsam, finde ich, aber das ist vielleicht auch so eine Schutzhaltung.
00:23:53: Ich war gar nicht geschockt, ich war ganz ruhig und dieser Schock kam dann erst so über die Zeit, weißt du so, kam das so ganz fies von hinten, kam das so und ist auch bis heute so diese Trauer.
00:24:04: Aber in der Situation bin ich erst mal total ... entspannt, überlegt, rational.
00:24:11: Und hast du dann Kontakt aufgenommen zu jemandem danach und wolltest drüber sprechen oder hast du das erstmal so in dir gelassen?
00:24:17: Dann musste ich natürlich schon drüber sprechen, aber ich war wie gesagt nicht unter Schock.
00:24:25: Weil ich beobachte immer wieder, wenn so eine schlechte Nachricht, die merkt man ja auch körperlich manchmal.
00:24:29: Wenn man eine schlechte Nachricht bekommt, selbst wenn man ruhig bleibt, merkt man, wie das so im Rücken oder so kribbelt.
00:24:35: oder in den Armen, dass das irgendwie so eine richtige körperliche Reaktion ist.
00:24:38: Wahrscheinlich, weil der Blutdruck hochgeht und der Stresslevel-Spiegel und so, und Cortisol und so.
00:24:43: Die ganze Magie im Körper.
00:24:45: Und dann hab ich das Gefühl, dass ich erst den Impuls hab.
00:24:48: Ich muss jetzt dringend eine mir nahe Person anrufen.
00:24:52: Und dann unterdrück ich den, aber dann denkst du, nee, erst mal sacken lassen.
00:24:55: Das ist besser, das erst mal sacken zu lassen, erst mal kurz, das einfach wirken zu lassen.
00:25:00: Aber der Impuls ist da.
00:25:02: das erst mit der mir wichtigsten Person zu teilen.
00:25:05: Und danach, aber dann denk ich so, nee, unterdrücken, erst wirken lassen, weil aus dieser total körperlich messbaren Reaktion heraus, denke ich so, die muss sich erst beruhigen.
00:25:15: Weißt du, was ich meine, dass man dann so ein bisschen zurechnungsfähiger wird, wie dann, ne?
00:25:19: Das hast du so schön gesagt, ich glaube nicht, dass der Prominente deine bessere Antwort hatte, Christian.
00:25:23: Wollen wir mal hören, was?
00:25:25: Vielleicht war es der Dalalama.
00:25:27: Mal sehen, also die Frage wurde gestellt.
00:25:31: Schauspielerin Claudia Schmutzler, sagt ihr das was?
00:25:35: Nee, leider nicht.
00:25:35: Der Name ist aber toll.
00:25:36: Der Name ist toll, vielleicht kann ja die Redaktion uns mal einen kleinen Hinweis schicken, wer das ist.
00:25:41: Und sie hat geantwortet, ich heule dann zehn Minuten und sage dann, so, was machen wir jetzt, es geht weiter.
00:25:48: Also genau das Gegenteil von mir.
00:25:51: Ja.
00:25:51: Das mit dem Heulen ist bestimmt gut.
00:25:53: Ja, super.
00:25:54: Ich find Heulen ja eh total toll, aber ich kann da nicht heulen.
00:25:57: Aber der letzte Satz ist toll, es geht weiter, weil auch das geht vorbei.
00:26:01: Ist ja wirklich bei fast allem so, auch wenn man es in dem Moment gar nicht glauben kann, dass es weitergeht.
00:26:06: Aber das klingt sehr reif auf jeden Fall von Claudia Schmutzler.
00:26:10: Ja, ich liebe Claudia Schmutzler.
00:26:11: Ich hab ja tatsächlich alle DVDs von Claudia Schmutzler hier stehen.
00:26:13: Ja,
00:26:14: ich bin auch Fan der ersten Stunde.
00:26:16: Ja, absolut.
00:26:16: Claudia Schmutzler.
00:26:17: Also, das waren
00:26:17: die auch im ersten Dschungelcamp in der ersten Staffel.
00:26:20: Claudia Schmutzler, ich glaube
00:26:21: ja.
00:26:21: Aber, ja, nur als Ersatzkandidatin.
00:26:24: Aber Claudia Schmutzler, ganz fantastisch.
00:26:26: Hilft mir auch die Sprünge.
00:26:27: Wo hat sie noch mal mitgespielt?
00:26:28: Lutz, mir fällt es gar nicht an.
00:26:29: Claudia
00:26:29: Schmutzler, die hat ja in fast allen namhaften deutschen Komödien zum Beispiel mitgespielt, ne?
00:26:34: Stimmt, ja, ja, ja, genau.
00:26:36: Schöne Grüße an der Stelle.
00:26:37: Ja,
00:26:37: ja, ja.
00:26:38: War das nicht auch die Mutter, in die ich heirate, eine Familie?
00:26:40: Nee, das war Teeklaker-Rola Wied.
00:26:42: Ja, ja.
00:26:43: Dann war das die Tochter, Claudia Schmutzler.
00:26:45: Nein, wir haben jetzt hier die Info.
00:26:48: Sie ist eine deutsche Schauspielerin.
00:26:50: Ach, in GoTrabiGo wurde sie bekannt.
00:26:53: Ach.
00:26:54: Ja, ja, ja.
00:26:54: Und dann, in für alle Fälle, Stefanie und Soko Wissmer, Claudia Schmutzler.
00:27:00: Ich habe keine DVD von ihr.
00:27:02: Okay, aber Fernsehstar, muss man sagen.
00:27:04: Absolut.
00:27:05: Ja.
00:27:06: Und wie wir gerade gehört haben, Manta-Manta, auch viele Krisen durchlebt wahrscheinlich.
00:27:13: Go-Trabi-Go.
00:27:14: Nee, Go-Trabi-Go.
00:27:16: Das der Film so genannt wurde, ist aber toll.
00:27:18: Da haben die Produzenten viel Mut bewiesen.
00:27:21: Absolut.
00:27:21: Go-Trabi-Go.
00:27:23: Es waren andere Zeiten.
00:27:24: Ist
00:27:24: das welcher Trabi-Film?
00:27:25: Ich hab letztens zum ersten Mal einen gesehen, es gab hier mehrere Trabi-Filme nach der Wende.
00:27:30: Ich
00:27:30: weiß nicht, welcher es war.
00:27:32: Für mich ist der beste Trabi-Film ein Film, in dem nur ein Trabi vorkommt.
00:27:36: Nämlich super Stau.
00:27:37: Ich
00:27:38: hab den hab ich nie gesehen.
00:27:39: Der ist fantastisch.
00:27:41: Ralf Richter und Ottfried Fischer.
00:27:44: Ottfried Fischer fährt da so ein Wohnmobil.
00:27:46: Den mag ich gerne.
00:27:47: Ja,
00:27:47: sehr lustig.
00:27:48: Und dann überholt ihn einer auf der Standspur und dann sagt er, guckt den Rückspiegel und sagt, nee, nee, ist so nicht.
00:27:54: Jetzt mach ich die Bahn dicht.
00:27:56: Und dann fährt er mit seinem Wohnmobil auf den Standstreifen, drängt den ab, der setzt das Ding in den Graben und dann sagt Ottfried Fischer die super Pointe.
00:28:02: die auf das rauchende Auto gelegt wird, das ist der Typ in den Graben gefahren, sagt auch Frid Fischer, merkt dir eins, Freundchen, wenn i steht, stehst du a. Großartig.
00:28:11: Okay, den werde ich mir doch angucken.
00:28:13: Das
00:28:14: ist so brachialer, neunziger Jahre Humor, super Stau, sehr lustig.
00:28:18: Wahrscheinlich schlecht gealtert.
00:28:19: Ja, diese neunziger Komödie sind tatsächlich schlecht gealtert.
00:28:24: Schöner Scheitern, guter Ton, Mensch, Mensch, Mensch.
00:28:28: Ja, ich würde sagen, wir nehmen dreimal Grönemeyer.
00:28:31: Mensch, Mensch, Mensch.
00:28:32: Okay,
00:28:33: nehmen wir doch mal die erste Frage aus der Hubrik.
00:28:36: Die erste Frage lautet, warum denken Menschen bevorzugt negativ?
00:28:42: Hey, das stimmt gar nicht.
00:28:43: Was
00:28:43: doch?
00:28:45: Ach so, ich hab den
00:28:46: Gag nicht verstanden.
00:28:49: Ja, das ist ja wirklich schade, ne?
00:28:51: Das ist wirklich schade, dass man immer nur das Schlechte sieht und nicht nach hinten schaut und guckt, Mensch, guck mal, was ich alles schon erreicht habe, guck mal, wie gut es mir geht, sondern dass man immer negativ denkt.
00:29:04: Das hat wahrscheinlich, ja, hat das evolutionäre Gründe, dass man...
00:29:08: Mit Sicherheit.
00:29:10: nicht zu sehr in seinem Wohlsein zuholt, sondern immer weiter nach vorne preschen muss.
00:29:15: Ich glaube, man muss das noch mal unterscheiden.
00:29:18: Es gibt ja drei Zeitebenen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.
00:29:21: Also vermute ich jetzt mal, ich bin mir auch nicht sicher, ob die Erde eine Kugel ist, deswegen halte ich mich jetzt hier mit zusteilen Thesen zurück.
00:29:27: Aber für mich ist das wirklich ein Unterschied, in welcher Zeitebenen ich jetzt denke.
00:29:31: Wenn ich nach vorne schaue, bin ich meistens optimistisch.
00:29:34: Also wenn es um die Zukunft geht, ja, dann sehe ich eher das Positive.
00:29:37: In der Gegenwart sehe ich auch eher das Positive.
00:29:40: Aber wenn ich in die Vergangenheit blicke, dann bleiben die negativen Sachen eigentlich stärker.
00:29:44: Aber ist ja optimal, weil die Vergangenheit ist ja vorbei.
00:29:47: Ja, aber die kann einen ja einholen auch, die kann ja auch nerven.
00:29:50: Ja, gut, okay.
00:29:50: Und ich finde so, wenn man so Traumata hat oder Sachen, die man nicht abgeschöpft bekommt, dann verfolgen die einen ja auch.
00:29:55: Aber viele Leute haben ja auch Zukunftsängste, ne?
00:29:58: Und das ist so, weil die Zukunft bereitet einem ja eigentlich eher Angst.
00:30:01: Weil die ist ja ungewiss, ne?
00:30:03: Also wir wissen ja nicht, was nächste Woche, Mittwoch ist, außer dass eben bald Karneval anfängt.
00:30:07: Und das bereitet dir ja nichts.
00:30:08: Oh Gott, nein!
00:30:09: Ja, ich hab Angst.
00:30:11: Bist du denn, was die Zukunft angeht?
00:30:13: Denkst du da zunächst negativ?
00:30:15: Ich sehe ja immer, ich stelle mir ja immer alles plastisch vor und habe immer schon die Szene im Kopf.
00:30:21: Also ich sehe das vor mir, was eintreten wird und das ist immer schlimm.
00:30:26: Wow.
00:30:27: Das ist leider so, es ist immer schlimm.
00:30:29: Und es ist letztendlich, wenn es dann vergangen ist, war es eigentlich immer gut.
00:30:34: Ich denke ja auch immer, dass ich eine schlimme Krankheit habe und bald sterben werde.
00:30:37: Ja.
00:30:37: Also es ist immer alles, was in der Zukunft liegt, ist grauenhaft.
00:30:42: Interessant.
00:30:42: Das heißt aber, du hast so eine bildhafte Fantasie, was die Zukunft angeht.
00:30:46: Das bedeutet ja, dass du ein sehr kreativer Mensch bist, ne?
00:30:49: Weil du hast eine unglaublich lebhafte Vorstellungsgabe.
00:30:53: Ja,
00:30:54: und dieses verdammte Gehirn baut mir dann wirklich die Szenen auch zusammen.
00:30:58: Also ich gehe die Dialoge im Kopf durch.
00:31:00: Wenn ich jetzt zum Beispiel ein Arzttermin hätte nächste Woche, dann spielt mein Gehirn mir schon die Szene vor und die ist echt scheiße.
00:31:07: Weil ich ja auf jeden Fall sterben würde.
00:31:09: Ja, ja klar.
00:31:09: Und wer spielt die Ärztin?
00:31:10: Claudia Schmutzler?
00:31:16: Wer denn sonst?
00:31:17: Nein, es ist natürlich nicht Claudia Schmutzler, aber die mögen wir.
00:31:19: Es ist natürlich Ariel aus dem Dschungelcamp.
00:31:21: Es ist ja immer das Schlimmste vom Schlimmsten.
00:31:23: Das stimmt.
00:31:24: Aber die kann dir zumindest nicht sagen, die Welt dreht sich weiter.
00:31:28: Nee, es ist immer ... Es ist wirklich dramatisch, aber diese Szenen sind immer Horror.
00:31:34: Wahnsinn.
00:31:34: Und dann ist das dann mit irgendwas verbunden?
00:31:38: Also, wenn du wirklich einen Arzttermin hast, oder ist das einfach so eine diffuse Angst, dass du denkst, bald krieg ich eine ganz schlimme Krankheit?
00:31:44: Beides.
00:31:45: Der konkrete Termin macht es natürlich noch schlimmer, aber ich hab heute auch wieder gedacht, hatte ich auch schon wieder so ein paar Szenarien im Kopf, wie ich wann bald sterben werde.
00:31:55: Schön.
00:31:56: Wahnsinn, aber bald auch, oder was?
00:31:58: Ja, natürlich, bald.
00:32:00: Du hast doch noch dein ganzes Leben vor dir, Lutz.
00:32:01: Ja,
00:32:02: aber das ist ja nur, das handelt sich ja nur noch um Stunden mein Leben, verstehst du?
00:32:06: Wahnsinn.
00:32:07: Kennt es ist mein Lieblingswitz, kommt ein Patient zum Arzt und der geht ständig zu dem Arzt.
00:32:11: Und dann sagt der Arzt, wissen Sie was, ich will Ihnen jetzt mal eine Sache sagen.
00:32:15: Ich habe ja langsam das Gefühl, Sie sind Hypochonda.
00:32:18: Darauf der Patient, nicht das auch noch.
00:32:23: Der ist wirklich gut.
00:32:24: Und ich lache selten über Witz.
00:32:25: Ich bin auch Hypochonda.
00:32:27: Aber ein bisschen anders.
00:32:28: Ich glaub nicht, dass ich die ganze Zeit schlimme Krankheiten habe.
00:32:31: Aber ich bin immer so ein bisschen auf der Hut.
00:32:35: Und kontrollier sozusagen nach innen und meinen Körper zu oft, glaub ich.
00:32:40: Und bin so aufmerksam und denkst, wenn sich was meldet, muss ich's mitkriegen, ungefähr.
00:32:45: Aber ich geh nicht davon aus, dass nächste Woche schon alle sich einen Schwarzen anzukaufen müssen.
00:32:51: Doch, kauf ihn dir.
00:32:52: Ich hab die Szene vor mir.
00:32:53: Ja, ich seh dich jetzt am Grabe.
00:32:56: an meinem Grabe,
00:32:58: dem
00:32:58: schwarzen Anzug.
00:32:59: Sieht aber gut aus.
00:32:59: Hast einen schönen Anzug gekauft, muss man sagen.
00:33:01: Jetzt bin ich ja auch noch nicht so alt, das ist ja der Vorteil.
00:33:06: Aber Wahnsinn, du hast eine bildhafte Vorstellung von deiner eigenen Beerdigung.
00:33:10: Nee, das weiß tatsächlich den Geck.
00:33:13: Da bin ich ja nicht mehr unter uns.
00:33:14: Das ging ja jetzt selbst in meinem Gehirn zu weit.
00:33:18: Obwohl.
00:33:19: Und siehst du dich nicht als achtzigjährigen Mann?
00:33:23: Nee, so lang
00:33:24: schaue ich es nicht.
00:33:24: Nein, nein.
00:33:26: So, dann schaue ich es nicht, Christian.
00:33:27: Wahnsinn.
00:33:28: Ja.
00:33:30: Das wäre ja wieder zu positiv.
00:33:31: Das wäre viel zu positiv.
00:33:33: So was denkt sich mein Gehirn noch nicht aus.
00:33:34: Das würde ja bedeutend nicht werde, Achtzig.
00:33:36: Ja, also zumindest hättest du Lust drauf, vielleicht.
00:33:39: Man kann sich sehr wahrscheinlich nicht aussuchen.
00:33:41: Ja, aber soll ich Achtzig werden mit all diesen schweren Krankheiten, die ich in meinem Körper habe?
00:33:45: Wie will man das?
00:33:46: Die, die du in deinem Kopf hast, in deiner Vorstellung.
00:33:48: Ja,
00:33:48: das stimmt in meinem Kopf, ja.
00:33:50: Aber vielleicht, also ich habe eine kleine Theorie, also vielleicht, vielleicht ist das ja der beste Immunschutz für dich, dass du die Sachen schon ausmalst und dass der Körper sie dadurch einmal, also im Kopf, durchlebt hat und sie dann nicht mehr in der Realität durchleben muss.
00:34:04: Das heißt, vielleicht schützt dich genau das davor.
00:34:07: Vielleicht sehe ich deswegen die unter Schock, wenn ich schlechte Nachrichten kriege, weil ich habe die mir alle schon vorher ausgemalt.
00:34:11: Genau.
00:34:12: Und du produzierst dann schon so eine Art Gegengift in deinem Kopf oder irgendwelche Immunreaktionen auf eine Krankheit, die du gar nicht bekommst.
00:34:18: Und deswegen bekommst du sie nicht.
00:34:21: Ich werde trotzdem lieber so wie du.
00:34:23: Ein Schalatan.
00:34:24: Ich klinge wie so ein schlimmer Arzt, der mir das erzählt.
00:34:27: Schauen wir noch mal, wem diese Frage gestellt wurde.
00:34:29: Warum denken Menschen bevorzugt negativ?
00:34:33: Die wurde Zukunftsforscher, das macht natürlich Sinn.
00:34:36: Tristan Horx gestellt und der hat gesagt... Das ist das Ergebnis der Evolution.
00:34:40: Guck mal, hab ich gesagt, ne?
00:34:42: Hab ich gesagt eben.
00:34:42: Ja, ja, absolut, absolut.
00:34:44: Der
00:34:44: Mensch, der Freude strahlt mit dem Speer aufs Mammuzulief, hat im Verhältnis zu vorsichtigen Artgenossen, die sich im Gebüsch verbargen, seltener überlebt.
00:34:51: Vorsicht ist eine erfolgreiche Überlebensstrategie.
00:34:54: Scheiße, und das heißt ja, ich werde richtig lange leben, ne?
00:34:58: Ja, absolut.
00:34:59: Und ich finde auch ein bisschen überraschend, wenn man das jetzt so mal zerlegt.
00:35:02: Also, zum einen ist der Herr Horx Zukunftsforscher.
00:35:06: spricht aber von einem Mammut.
00:35:07: Vielleicht kommen die ja wieder.
00:35:10: Das wäre toll.
00:35:11: Das
00:35:11: ist schon ein interessanter Ansatz.
00:35:14: Und man muss das ja vielleicht übersetzen in die moderne Zeit.
00:35:16: Also jetzt ist ja kein Mammut, sondern wahrscheinlich ein Linienbus oder eine Straßenbahn, auf die man zuläuft.
00:35:22: Ja gut, da hat man auch keine Chance.
00:35:23: kann man so sehen.
00:35:24: Und dann sich im Büsch verstecken.
00:35:25: Das bringt auch nur Probleme mit der Polizei.
00:35:27: Also ich weiß nicht, ob die beiden Taktiken so gut sind.
00:35:30: Aber dieses Jahr, okay, ich sehe es einen, dass man sagt, es ist eine Schutzgeschichte.
00:35:34: Wer also ängstlich ist, überlebt.
00:35:36: Aber wenn alle ängstlich sind, wer erlegt denn dann das Mammut?
00:35:41: Einer muss doch denken, Leute, ich schaff's.
00:35:44: Aber
00:35:44: der Gut, der geht dann drauf.
00:35:46: Oder ein Nee.
00:35:46: Also meistens sind die Frauen ja mutiger, wenn es hart auf hart kommt.
00:35:49: Ich frag mich, was macht denn ein Zukunftsforscher überhaupt?
00:35:52: Was forstet denn genau in der Zukunft die?
00:35:54: Mich würde interessieren, wenn der sich bewirbt auf einen neuen Job und die fragen, was haben sie in der Vergangenheit gemacht?
00:36:00: Und er so, das habe ich hinter mir gelassen, ich kümmere mich.
00:36:03: Er weiß ja, und das Tolle ist, er weiß ja auch schon, welchen Job er kriegen wird, weil er ist ja Zukunftsforscher.
00:36:07: Er muss sich gar nichts bei so vielen Bewerben.
00:36:12: Toll.
00:36:12: Der fängt einfach an.
00:36:13: Der geht einfach
00:36:13: hin.
00:36:15: Am
00:36:15: ersten Juni geht der einfach hin.
00:36:16: Genau.
00:36:17: Ich weiß, dass sie mich nehmen.
00:36:18: Ich hab's ja schon hervoraus.
00:36:19: Genau.
00:36:20: Ich hab's gesehen.
00:36:20: Kein
00:36:21: Bewerbungsgespräche mehr, ist doch geil.
00:36:23: Perfektes Leben.
00:36:24: Tristan Hawks.
00:36:26: Der Name ist natürlich auch toll.
00:36:27: Ja, super.
00:36:28: Ja, gut.
00:36:29: Können wir uns noch mal noch eine Frage machen, wie lange quatschen wir da eigentlich schon?
00:36:31: Ich hab gar keinen, gar keinen Gespür.
00:36:34: Ist die Redaktion noch da?
00:36:35: Ist die eingeschlafen?
00:36:36: Wissen die, wie lange wir schon reden?
00:36:39: Ah doch, ich seh's hier, hier läuft ja sogar eine Uhr,
00:36:41: fast vierzig Minuten.
00:36:42: Na gut, da können wir ja noch eine Frage machen.
00:36:45: Eine schaffen wir noch.
00:36:46: Okay, jetzt haben wir Mensch, Mensch, Mensch gehabt und schöner scheitern, haben wir noch guter Ton.
00:36:51: Ja, das ist doch toll.
00:36:52: Soll
00:36:52: wir das einfach machen?
00:36:54: Ja, da geht es bestimmt um Etikette und um Höflichkeit.
00:36:56: Und wir haben damit ja auch die Folge angefangen, oder?
00:36:58: Mit Nettigkeit.
00:36:59: Stimmt.
00:37:00: Ja, deswegen passt ja ganz gut.
00:37:02: Bist
00:37:02: du ein höflicher Mensch?
00:37:03: Ich leg da sehr viel Wert drauf.
00:37:05: Ja.
00:37:05: Ich möchte die Welt so behandeln, wie ich von ihr behandelt werden möchte.
00:37:08: Und bin da sehr britisch und höflich.
00:37:11: Du ja auch, ne?
00:37:12: Du bist auch sehr, sehr höflich.
00:37:13: Ich find, das ist ja auch immer eine Frage von Respekt, ne?
00:37:15: Total.
00:37:16: Das ist so das Gegenteil von Ariel, die einfach immer nur drauf haut und sagt, ich bin doch einfach nur ehrlich.
00:37:21: Ich sag jetzt, na ja, nein.
00:37:23: Wer will denn Ehrlichkeit?
00:37:24: also ich meine eben
00:37:25: das ist ja der Punkt so.
00:37:27: ich will ja deine Ehrlichkeit gar nicht hören.
00:37:28: wieso klatschen wir denen die ganze Zeit um die Ohren interessiert mich überhaupt nicht.
00:37:31: was soll das
00:37:32: genau?
00:37:32: ich habe z.B.
00:37:33: jetzt auch hier im Hotel in dem ich bin habe ich so ein ganz schlechtes Licht am Spiegel und da komme ich in den Spiegel und der ist halt viel zu ehrlich zu mir dieser Spiegel.
00:37:40: Und ich möchte, von dem Spiegel möchte ich nicht die Wahrheit, ich möchte so minimal beschummelt werden und deswegen wärmeres Licht und so.
00:37:46: Das ist genau, das war ja auch bei meinem Buch so, du hast es ja gelesen, Konfetti Blues, wer es noch nicht hatte, jetzt kaufen.
00:37:51: Ja,
00:37:52: fantastisch.
00:37:53: Ist wirklich fantastisch, oder?
00:37:54: Ja, ist großartig, absolut.
00:37:56: Da
00:37:56: habe ich meinen Freunden auch gesagt, hör mal, wenn du es gut findest, sagst du mir.
00:38:01: Wenn du es schlecht findest, behalst es für dich, weil es hätte mich sehr getroffen.
00:38:05: Ja.
00:38:06: Das macht eine schlechte Kommentierung, macht einen so fertig.
00:38:10: Das können hundert gute Meinungen und nette Stimmen nicht aufwiegen.
00:38:14: Das ist leider echt so.
00:38:15: Ja, das sind wir wieder beim negativen Denken.
00:38:17: Genauso ist es leider,
00:38:18: ja.
00:38:19: Komisch, ne?
00:38:20: Ja, wahrscheinlich ist da wieder, wenn wir mal Herrn Torx fragen, den Zukunftsforscher.
00:38:25: Woran das liegt.
00:38:27: Den laden wir in der nächsten Sendung ein.
00:38:29: Das wäre toll, ne?
00:38:29: Den lebt er noch.
00:38:30: Man
00:38:31: weiß ja schon, dass er kommt.
00:38:35: Den müssen wir nicht einladen, der kommt.
00:38:39: Toll, wirklich toll.
00:38:40: So, dann machen wir doch mal guter Ton.
00:38:42: Ja.
00:38:43: Und nehmen vielleicht mal die dritte Frage.
00:38:45: Mhm.
00:38:47: War Schlager früher experimentierfreudiger?
00:38:50: Oh, das ist eine schöne Frage.
00:38:52: Ja, natürlich.
00:38:53: Also Schlager ist ja mittlerweile, ist es ja nur noch hier dieser Viervierteltagbeat, der drunter liegt und darüber eine Melodie, die man so oder so ähnlich schon gehört hat oder in Cover ist.
00:39:04: Also Schlager ist ja maximal vorhersehbar, oder?
00:39:09: Ja, vielleicht.
00:39:10: Ich weiß es nicht genau, aber ich finde, ich habe das Gefühl, wenn man es jetzt rein technisch betrachtet, es gab bestimmt, also am Anfang war ja alles technisch sehr limitiert, nämlich an in so einem Musikaufnahmestudio, weil man da technisch eben wahrscheinlich viel weniger Möglichkeiten hatte.
00:39:24: Und jetzt ist es wahrscheinlich zu einfach.
00:39:26: Jetzt kann man einfach ein bisschen, ich möchte niemanden zu nahe treten, aber man kann wahrscheinlich mit weniger Aufwand jetzt relativ zügig ein Lied komponieren, ob das dann gut ist, weiß ich nicht.
00:39:34: Aber es gab doch bestimmt eine Phase dazwischen, wo die Technik ermöglicht hat, viel zu experimentieren, aber der Mensch immer noch viele Ideen einbringen konnte und vielleicht ist da die beste Musik entstanden.
00:39:44: Ja, na klar.
00:39:46: Aber wann war das?
00:39:46: Ich weiß es nicht.
00:39:48: Und was ist experimentierfreudiger Schlager?
00:39:50: Also ist Schlager nicht immer, bitte geh nicht, bitte bleib hier.
00:39:55: Du weißt, ich mag dich.
00:39:56: Ja, aber dann gibt's ja doch irgendwie Schlager, die zumindest überraschen.
00:40:00: Dann hat man so ein Frank Schöbel zum Beispiel aus der ehemaligen DDR, wie ein Stern.
00:40:04: Es ist ein wunderschöner Schlager, der ist großartig.
00:40:07: Und der ist ja ewig lang.
00:40:08: Und dann kommt noch so ein toller Orchester-Teil am Ende und es ist so schön.
00:40:12: Und man, das würde die KI niemals so komponieren.
00:40:15: Also da hat man sich schon in den Sechziger und Siebziger Jahren, hat man sich schon mehr Gedanken gemacht und hat mehr ausprobiert.
00:40:24: Und heute ist es ja wirklich so, ich habe es ja auch schon leider öfter gemacht.
00:40:27: Aber nur privat, mir von der KI Songs komponieren lassen, die braucht da dreißig Sekunden für, ne?
00:40:32: Und dann ist der Song fertig.
00:40:34: Ja, ja, Wahnsinn.
00:40:34: Du
00:40:34: schreibst, also das ist wirklich, das ist schrecklich, absolut grauenhaft.
00:40:38: Ja.
00:40:39: Und würdest du sagen, also für mich ist das Wort Schlager irgendwie immer negativ behaftet, ne?
00:40:43: Dass man das klingt so ein bisschen abwertend.
00:40:45: Ja.
00:40:45: Und war das schon immer so?
00:40:46: Also war in den Sechziger, Siebziger, Achtziger Jahren, war da das Wort Schlager nicht irgendwie viel positiver besetzt?
00:40:53: Mit Sicherheit.
00:40:54: oder der Schlager, der neuste Schlager.
00:40:56: Hieß ja ursprünglich wahrscheinlich einfach nur so wie Hit, ein Schlager.
00:40:59: Genau.
00:40:59: Das schlägt ein.
00:41:00: Das ist das deutsche Wort.
00:41:01: Das glaube ich erstmal positiv.
00:41:03: Also Hit ist ja auch Schlagen.
00:41:04: Ja.
00:41:05: Und das ist einfach die deutsche Übersetzung gewesen.
00:41:07: Stimmt.
00:41:07: Der Hit und der Schlager.
00:41:08: Guck mal, das ist mir doch gar nicht aufgefallen.
00:41:11: Der Hit und der Schlager.
00:41:12: Ja.
00:41:13: Mensch toll, was man hier lernt.
00:41:15: Ja, also absolut.
00:41:16: Und das hieß früher, glaube ich, dann einfach wertfrei so.
00:41:20: Dann hat man ja gesagt, deutschsprachiger Schlager, französisch war dann irgendwie Chanson oder so.
00:41:24: Und dann hat sich das irgendwie irgendwann so gewendet, vielleicht durch die neue deutsche Welle und durch andere Popmusik, dass das dann irgendwie so, das war halt dann altbacken und spießig und bisschen dumm und so.
00:41:37: Schade eigentlich, ne?
00:41:38: Schade.
00:41:39: Es gibt tolle Schlager,
00:41:40: aber
00:41:40: auch sehr viel schlechte Schlager.
00:41:43: Es gibt, und ich muss sagen, das hat mich ein bisschen schockiert als Erwachsener dann mit dem Internet und so weiter.
00:41:48: Habe ich dann irgendwann festgestellt, dass diese ganzen Schlager von früher, die meine Eltern noch auf Platte hatten und mit denen ich so aufgewachsen bin, dass die fast alle natürlich irgendwie aus Italien und Spanien geklaut waren.
00:41:57: Ja, leider ja.
00:41:59: Und man dachte so, meine Güte, das ist alles tolle Melodien und diese Melodien waren alle einfach nur importiert.
00:42:03: Und man hat das irgendwie so verschwiegen.
00:42:05: Trennen lügen nicht ist ein italienisches Kinderlied eigentlich, ja, zum Beispiel.
00:42:09: Ja, also ganz viel.
00:42:11: Aber
00:42:12: gut, war es experimentierfreudiger?
00:42:14: Schwierig, das zu beantworten.
00:42:16: Ich finde auf jeden Fall definitiv.
00:42:18: Weil jetzt ist wirklich gar nichts mehr.
00:42:21: Es ist einfach gar nichts mehr von einem Experiment, finde ich.
00:42:23: Es ist wirklich einfach nur ein Beat, der drunter liegt und ein vorhersehbarer Text und es passiert nichts, was einen überrascht.
00:42:29: Gar nicht.
00:42:30: Ja, jetzt ist natürlich spannend, wer die Frage gestellt bekommen hat und ob es eine Person eher von früher oder von heute ist.
00:42:35: Oh!
00:42:37: Ein Schlager-Komponist und Sänger, den ich echt toll finde, Michael Holm.
00:42:42: Oh ja!
00:42:43: Von dem ich auch die Biografie gelesen habe, tatsächlich.
00:42:45: Und der hat zu der Frage, war Schlager früher experimentierfreudiger gesagt?
00:42:49: Er war deutlich vielschichtiger.
00:42:52: Was beispielsweise später Deutschpop und Deutschrock wurde, spielte sich vorher alles unter dem Dach des Schlagers ab.
00:42:57: Teils ist Schlager heute leider ein Synonym für Ballermann geworden.
00:43:01: Aber es gibt weiterhin tolle Melodien, sehr interessante Texte und Interpreten.
00:43:06: Gute Antwort von Michael Holm.
00:43:08: Legende, Tränen lügen nicht, haben wir gerade gesagt.
00:43:11: Und mit Michael Holm war ich mal bei Volle Kanne im ZTR Frühstücksfernsehen.
00:43:15: Nein, oder bin ich neidisch.
00:43:17: Und wie war?
00:43:18: War nett?
00:43:18: Ja, der war sehr, sehr, sehr nett.
00:43:20: Wir haben gemeinsam da ein Brötchen gegessen und einen Kaffee getrunken.
00:43:22: Der ist wahnsinnig lustig gewesen.
00:43:24: Der hat mir aus Spaß in der Sendung den Mittelfinger gezeigt.
00:43:27: Das fand ich super,
00:43:28: weil aus Spaß.
00:43:29: Super.
00:43:30: Also der war wahnsinnig locker und locker und lustig.
00:43:33: Toll,
00:43:33: da bin ich wirklich neidisch.
00:43:34: Das ist ja wirklich ne Legende.
00:43:35: Toll.
00:43:36: Ja, ja, ich war auch, also meine Familie war auch dann total begeistert.
00:43:39: Genau.
00:43:40: Aber gute Antwort von ihm, ne?
00:43:41: Das ist genau das, was wir ja gesagt haben, so ein bisschen, dass das früher irgendwie alles oder mehr Sachen abgedeckt hat und dann hat man eingeteilt und dann ist Schlager so an die, in so ne Ecke gerutscht, die man irgendwie nicht mehr wollte oder die so ein bisschen blöd klingt, ne?
00:43:52: Genau,
00:43:52: absolut.
00:43:53: Mann, du hast Michael Holm getroffen, ich komm nicht drauf klar.
00:43:56: Hast du auch Claudia Schmutzler schon mal getroffen eigentlich?
00:43:59: Noch nicht, aber der Zukunftsforscher Herr Torx sagt mir, das ist bald soweit.
00:44:05: Ja,
00:44:05: hör mal, es hat wieder sehr viel Spaß gemacht mit dir, lieber Christian.
00:44:07: Finde
00:44:08: ich auch, Lutz.
00:44:10: Bist du nächste Woche wieder dabei?
00:44:12: Natürlich.
00:44:13: Wir sind ja jetzt klar, wir sind ja jetzt verbendelt.
00:44:16: Wir sind ein Kappel.
00:44:17: Wir sind ein Kappel, ein Podcastkappel.
00:44:19: Ja, toll.
00:44:20: Was machst du jetzt noch?
00:44:21: Ich geh nachher in die Sauna.
00:44:23: Toll, es ist ja sehr kalt draußen und ich geh in die Sauna.
00:44:26: hat mir die im Hotel einschalten lassen und freue mich drauf.
00:44:28: Die wollten erst ab siebzehn Uhr.
00:44:29: Ach komm, das mache ich auch.
00:44:30: Ja, aber die haben dann gesagt, wir schalten die für sie schon eher ein.
00:44:34: Sehr nett.
00:44:34: Und
00:44:34: weiß was ich mache?
00:44:36: Was denn?
00:44:36: Ich mache das Gegenteil.
00:44:37: Ich gehe jetzt in die Kältekammer, was bei dem Wetter echt hart ist, aber danach fühle ich mich einfach gut.
00:44:42: Das heißt nicht Kältekammer-Lutz, das heißt Balkon.
00:44:47: Alles
00:44:47: klar.
00:44:48: Ja, aber ich freu mich auf nächste Woche mit dir.
00:44:50: Schönen Dank euch, dass ihr zugehört habt, dass ihr weiter zuhört, dass ihr dem Podcast treu bleibt.
00:44:56: Das bedeutet uns sehr viel.
00:44:58: Absolut.
00:44:59: Vielen Dank.
00:45:00: Tschüss, ihr Süßies.
00:45:01: Tschüss.
00:45:01: Oder wie ihr auch heißen mögt, schreibt es uns.
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